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Projekt: Urban Jungle – Eine Wiese in der Stadt
Künstler: Peter Aerschmann
Standort: IM VIADUKT

Projekt

Mit der Absicht, Fragmente der Natur im virtuellen Raum zu konservieren, wurden Pflanzen und andere Fundstücke auf einem Quadratmeter Wiese aus dem Boden gegraben. Im Atelier wurden sie von ihrer natürlichen Umgebung getrennt, einzeln dreidimensional abgefilmt und digitalisiert. Im Video verbinden sie sich zu einem bewegten Stillleben, in dem sich die Elemente in Endlosschleifen um ein Zentrum drehen. Während «Urban Jungle» lässt der Künstler nachts wundersame Projektionen von Gräsern, Löwenzahn und Haselnüssen über die Fassaden tanzen.

Künstler

Peter Aerschmann ist Pionier der interaktiven Kunst. Computergenerierte Bildwelten zerstückelt er in Fragmente, die neu komponiert werden. Und so verschieben sich die Bilder horizontal und vertikal, überlappen sich und verdecken anderes. Im Kern basieren die Arbeiten auf alltägliche Abläufe. Vögel watscheln durch die Szenerie, Jalousien öffnen und schliessen sich, Menschen bewegen sich in der Stadt. Das Alltägliche wird seziert und in eine neue Szenerie gesetzt.

Standort

Die Stiftung PWG erhält und schafft preisgünstige Wohn- und Gewerberäume in der Stadt Zürich. Sie vermietet im denkmalgeschützten Bahnviadukt 46 Läden, Ateliers und Gastronomielokale, darunter die erste Markthalle der Stadt Zürich. Viadukte ersetzten 1894 die Bahndämme im Industriequartier in Zürich. Bereits damals nistete sich Gewerbe im Viadukt ein. Bis zu 200 Steinhauer gingen dort ihrem Handwerk nach. In 1990er-Jahren siedelten sich innovative Mieter an und belebten das Quartier. Im Rahmen von Sanierungen übernahm die Stiftung PWG 2004 den Ausbau der Viaduktbögen. Ziel war, das Viadukt mit quartierverträglichen und regional verwurzelten Nutzungen zu füllen, so dass IM VIADUKT zu einem Begegnungsort für das Quartier und darüber hinaus wurde.

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